Klivie, Riemenblatt ( Clivia miniata )
Klivie, Riemenblatt ( Clivia miniata )
Die Heimat der Klivie ist Südafrika. Sie stammt aus der Familie der Amaryllisgewächse und gehört zu den Klassikern der
Zimmerpflanzen. Wird sie richtig gepflegt, bekommt sie im späten Winter viele schöne Blüten. Die Pflanze hat ihre südafrikanischen
Gewohnheiten beibehalten. Das bedeutet sie braucht ihre ganz strengen Ruhezeiten und zwar vom September bis Oktober.
Hält man diese Zeiten ein, dann blüht sie vom Februar bis Mai. Man kann es auch schaffen, dass sich die Pflanzen umgewöhnen,
dann blühen sie auch gelegentlich zweimal im Jahr.
Standort
Die Klivie sollte immer an der selben Stelle stehen und zwar mit der gleichen Seite zum Licht. Gut macht sich ein Fenster als Standort,
das am Morgen oder am Abend Sonne bekommt. Die Pflanze darf nicht zu dunkel stehen. In der Wachstumsperiode sollte die
Temperatur 16-18 Grad und während der Ruhezeit nur 8-10 Grad betragen.
Pflege
Im Sommer braucht die Klivie viel Wasser, aber keine Fußbäder und keine stauende Nässe. Ab Ende September, wenn sie dann
kühl steht, nur so viel gießen, dass die Blätter nicht welken und auch nicht mehr düngen. Ist der neue Blütenschaft 15 cm hoch,
mehr gießen und die Pflanze wärmer stellen und auch wieder düngen.
Bis Ende August düngt man alle 14 Tage und bis Ende September einmal im Monat.
Die abgeblühten Blütenstengel werden abgeschnitten. Wenn der restliche Strunk vertrocknet ist, kann man ihn nach oben
wegziehen. Umtopfen nach dem Abblühen. Das ist aber nur alle paar Jahre nötig.
Vermehrung
Die Klivie vermehrt sich durch Kindel, die sich am Fuße der Pflanze bilden. Diese Triebe sollten aber erst abgenommen werden,
wenn sie vier Blätter haben.
Krankheiten und Schädlinge
Klivien werden nur selten von tierischen Schädlingen befallen. Wenn überhaupt dann sind es Wollläuse, die zwischen den Blättern,
nahe dem Wurzelstock sitzen.
Am besten ist es, wenn man diese Stellen mit einer Schmierseifen-Spiritus-Lösung bepinselt und anschließend mit klarem Wasser
nachspült.
Doch meistens sind die Krankheiten auf falsche Pflege zurückzuführen. Wird zu wenig gegossen, kommen welke Blätter. Dagegen zu
viel Wasser macht sich durch braune Blattspitzen bemerkbar. Bei stauender Nässe und Fußbäder faulen die Wurzeln.
Werden die Blätter gelb und bekommen braune Flecken, hat die Pflanze zu viel Sonne abbekommen. Bleibt der Blütenschaft zu
kurz, ist auch eine falsche Pflege schuld. Entweder hat die Pflanze in der Blütenbildung zu viel Wasser bekommen oder hat zu warm
gestanden.
Tipps
Sollten die Wurzeln der Klivie aus dem Topf wachsen, macht das nichts. Das Gegenteil ist der Fall, denn in einem engen Gefäß
blüht sie besonders gut. Verpflanzt man die Klivie allerdings zu oft, dann bleibt sehr oft die Blüte aus.