Olivenbäumchen
Der Olivenbaum ( Olea europaea) ist im Mittelmeergebiet sehr stark verbreitet. Er wird schon seit Urzeiten kultiviert.
Olivenbäume sind eigentlich Nutzpflanzen. Er wird hauptsächlich wegen seiner Früchte, der Oliven, angepflanzt. Das Holz findet für kleinere Gebrauchsgegenstände Verwendung. Doch es ist ziemlich teuer. Der Olivenbaum ist das Symbol für den Sonnigen Süden.
Der Stamm ist besonders im Alter knorrig und besitzt eine hellgraue Rinde. Er besitzt unauffällige gelbliche Blüten, die sich an Rispen befinden. Früchte entwickeln sich auch in Mitteleuropa, doch wegen mangelnder Sonneneinstrahlung und auch den zu niedrigen Temperaturen werden die Fürchte nie reif.
Anzucht des Olivenbaumes
Wer kennt nicht die Oliven aus dem Supermarkt, die in einer Salzlake oder Öl eingelegt sind. Doch durch diese Haltbarmachung ist der Kern natürlich nicht keimfähig. Keimfähig sind nur reife Oliven, die weder eingelegt noch erhitzt wurden. Also bleibt einem nur die Samenquelle vom Samenhändler. Im Urlaub allerdings kann es sein, dass man reife Oliven findet. Manchmal sogar schon gekeimte Oliven oder sogar Sämlinge.
Zum Einsetzen der Stecklinge eignen sich die Monate Juni und Juli. Diese Stecklinge werden von den Zweigen abgenommen und direkt unter einem Auge gerade abgeschnitten. Diese Stecklinge sollten einen Durchmesser von 2-4 cm haben und ungefähr 25-30 cm lang sein. Vor dem Einpflanzen sollten die unteren Blättchen entfernt werden.
Man steckt diese Stecklinge senkrecht in ein feuchtes Torf-Sand-Gemisch und deckt sie dann mit einer Folie ab. Das ist wichtig, damit das Substrat nicht austrocknet. Die Substrattemperatur sollte mindestens zwischen 25 und 30 Grad liegen. Nun kann es einige Wochen dauern, bis sich Wurzeln gebildet haben. Möchte man die Wurzelbildung etwas beschleunigen, kann das untere Ende des Stecklings in ein Bewurzelungshormon getaucht werden. Dieses Pulver ist im Fachhandel erhältlich.
Sobald sich Wurzeln gebildet haben, wird das Pflänzchen in ein durchlässiges Substrat umgetopft. Sehr optimal sind sandige Böden. Die Pflanze sollte jetzt hell und warm gestellt werden. Wenn sich die Pflanze gut entwickelt hat und sich Blätter gebildet haben, kann sie an einen sonnigen Standort gestellt werden.
Wasserbedarf
Der Wasserbedarf ist eher gering. Das Substrat darf nicht zu feucht aber auch nicht komplett austrocknen. Unbedingt zu vermeiden ist Staunässe.
Wenn man von den Lebensraum in ihrer Heimat ausgeht, bekommen die Olivenbäume teilweise lange keinen Regen. Die weit verzweigten Wurzeln nehmen dann geringe Restfeuchtigkeit aus dem Boden auf. In der Kübelkultur hat das Wurzelsystem nur einen kleinen Umfang, deshalb soll der Boden stets leicht feucht sein.
Lichtbedarf
Da der Olivenbaum sehr sonnenhungrig ist, sollte er möglichst in der vollen Sonne stehen.
Temperatur
In der Wachstumsphase sollte es sehr warm stehen, im Winter sind 10 Grad ausreichend. Beim Überwintern sind besonders die Wurzeln anfällig und nehmen bei Frost sofort Schaden. Besonders Kübelpflanzen sind wegen ihrer ungeschützten Wurzeln gefährdet.
Kommende neue Triebe sollten um ein Drittel gekürzt werden, dann wird das Bäumchen noch verzweigter und dichter.
Umtopfen
Wird das Bäumchen umgetopft. dann eine Mischung aus Gartenerde, Kompost und ein wenig Torf und groben Sand in den Topf geben und das Bäumchen einsetzen. Das Umtopfen sollte alle 2-5 Jahre geschehen.
Zusammenfassung und Tipps für das Überwintern
Das Olivenbäumchen ist ein immergrünes, mediterranes Gehölz, was man möglichst lange draußen lassen kann. Nach den ersten Frösten sollte es dann in einen hellen und kühlen Raum gebracht werden (2-8 Grad sind ausreichend).
Im Winterquartier dann nur soviel Wasser geben, dass der Ballen nicht völlig austrocknet. Prinzipiell sollte auch im Sommer eher weniger als zu viel gegossen werden. Im Frühjahr das Olivenbäumchen zeitig wieder rausstellen. Doch es sollte beachtet werden, dass es nicht gleich in die Sonne gestellt wird.