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Josef H.Renn
Nurburgstrasse 20
53945 Ahr-Blankenheim
Deutschland
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Botanisch gehört der Beifuss (Artemisia vulgaris) zur Familie Compositae - Korbblütler. In Deutschland und - weltweit verbreitet ähnlichen klimatischen Szenarien der so genannten Nemoralen Klimazone - gilt die Pflanze als völlig anspruchsloses "Wildkraut", das in der Vergangenheit aber stets zu den so genannten "Zauberkräutern" zum Schutz vor allerlei "bösen Energien" gerechnet wurde. Heute ist er insbesondere als Würzkraut für Geflügel wie Gans und Ente gefragt - wohl auch weil er hier Verdauungsfördernde Wirkungen an den Tag legt. Im Alter können die ausdauernden, winterharten Pflanzen fast 2 m Höhe erreichen.
Standort:
Will man den Beifuss im eigenen Garten haben, ist der Standort völlig egal. Beifuss gedeiht auf völlig unwirtlichen Böden wie Schutthalden, Aufschüttungen aus Aushub und Ähnlichem. Oft genug kann man ihn aus "Samenanflug" unerwartet im eigenen Garten finden; allerdings muss beachtet werden, dass Beifuss von Anfang an äußerst tiefgehende Wurzeln entwickelt, so dass nur der "Transfer" recht kleiner Pflanzen Erfolg verspricht.
Pflege:
Eine Pflege benötigt der Beifuss nicht. Einmal angesiedelt, wächst und vermehrt er sich von selbst, ohne irgendwelche Zuwendung zu benötigen.
Blütezeit:
Blütezeit ist im Sommer; der Beifuss soll aber vor der Blüte geerntet werden, da er danach zuviele Bitterstoffe entwickelt.
Vermehrung:
Beifuss vermehrt sich an passenden Standorten von selbst; ggf. per Aussaat.
Krankheiten oder Schädlinge:
Schädlingsempfindlichkeit ist selten. In sehr heißen Sommern können die Pflanzen verlausen, das schadet ihnen aber auf Dauer nicht.
Tipps:
Beifuss kann jederzeit auch getrocknet verwendet werden; man verwendet nur junge Blätter vor der Blüte und zerkleinert sie dann zwischen den Fingerspitzen.